Do | 24.September | 17:30 Uhr | Schrödingers

 

Neulich sagten die britischen Alternative-Rocker von Biffy Clyro (die hier zu erwähnen schon deshalb Sinn macht, weil sie eine der wenigen Bands sind, auf die sich die RIPE & RUIN-Musiker einigen können) in einem Interview einen erschütternden Satz: „Wir fürchten, in der heutigen Musikwelt wird das Konzept der Band mehr und mehr verschwinden. Dass sich ein paar Jungs zusammenfinden und sich auf diesen weiten Weg machen, eine persönliche und eine Band-Chemie zu finden, einen eigenen Sound zu entwickeln, Songs zu schreiben, diese aufzunehmen in einem teuren Studio, dafür ein Label zu suchen, eine Platte rauszubringen, Promotion zu machen und so weiter: Das wird es in Zeiten, in denen man seine Musik auch ganz bequem alleine am Rechner aufnehmen und produzieren kann, immer mehr verschwinden.“

 

Die Drei von RIPE & RUIN, drei interessante, eigensinnige, reflektierte und auch schon optisch ein wenig anachronistisch wirkende Köpfe, hören das und sagen: „Stimmt alles. Aber uns doch egal.“ Und eigentlich ist damit alles gesagt über die Attitüde und Dringlichkeit, den Antrieb und das Engagement, mit dem die drei Freunde aus dem Hamburger Stadtteil St. Pauli ihre ganz eigene Rockmusik machen, seit sie sich vor rund fünf Jahren kennen lernten.

 

Auch RIPE & RUINs Weg zu ihrer heutigen Inkarnation war ein weiter: Mal waren sie zu fünft, dann ein Quartett, jetzt sind sie seit zweieinhalb Jahren als Trio unterwegs. Bassist und Sänger Gordon Domnick erzählt: „Damals, als wir uns so gefunden hatten, haben wir uns hingesetzt und gesagt: Es gibt keine Kompromisse. Seitdem gilt für jeden Scheideweg, an den wir kommen: Das müssen wir machen. Für einen einzelnen Gig von Hamburg nach München fahren? Müssen wir machen. Für einen Festival-Slot früher aus einem Urlaub zurückkommen? Müssen wir machen. Und so weiter. Wenn Du Dich heutzutage dafür entscheidest, eine Band zu gründen, von der Du auch noch leben können willst, dann geht es nur so.